Radfahrzeit in der schönen Pfalz

Viele machen sich mit dem Fahrrad auf den Weg, unsere schöne Pfalz zu erkunden. Gommersheim liegt an zwei Radwegen, am Kraut-und-Rüben-Radweg und am Radweg vom Rhein zum Wein.

Unsere Radwegekirche in Gommersheim lädt zum Aufladen innerer und äußerlicher Kräfte ein.

Den ganzen Sommer über bleibt die Kirche tagsüber als Einkehrmöglichkeit offen. Für "Notfälle" gibt es Flickzeug, Pflaster, eine Pedelec-Aufladestation und eine Toilette in Reichweite.

In ein Gästebuch können Gedanken, Gebete oder auch nur Namen eingetragen werden. Vor der Kirche unter der über 100 jährigen Linde lädt eine Bank zum Ausruhen ein. Der Protestantische Kirchbauverein Gommersheim hat Anstecker anfertigen lassen, die als Erinnerung gegen eine kleine Spende mitgenommen werden können.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Über uns - Protestantischer Kirchbauverein Gommersheim

"Steinreich - aber nicht flüssig"

Der Prot. Kirchbauverein Gommersheim braucht viele Mitglieder, die sich für den Erhalt der Kirchen als ein Stück Heimat engagieren. Die Prot. Kirchengemeinde ist zwar im Besitz wertvoller und unter Denkmalschutz stehender Kirchengebäude - hat aber keine eigenen ausreichenden finanziellen Mittel diese dauerhaft zu unterhalten. Die zu bildenden Instandhaltungsrücklagen für die Gebäude der Gemeinde, insbesondere die Kirchen haben in erster Linie verursacht, dass der Haushalt der Kirchengemeinde nicht mehr ausgeglichen werden kann. Die Kirchengemeinde ist jedoch verpflichtet, die Mittel zur Instandhaltung unserer Kirchen und deren Inventar zu einem hohen Maße aus eigener Kraft zu beschaffen.

Deshalb wird Hilfe und Unterstützung aller, denen etwas daran liegt, dass die historischen Gebäude auch als Kulturgüter erhalten bleiben, benötigt. Der Verein hofft auf viele Ideen und Tatkraft, aber auch auf viele zahlende Mitglieder, völlig unabhängig von deren Kirchenzugehörigkeit oder Glaubenseinstellung.

Am 25. September 2015 fand im Prot. Gemeindehaus in Gommersheim die konstituierende Sitzung des Vereines statt.

Die Eintragung des Vereins als Gemeinnütziger Förderverein folgte am 18. März 2016. Die Wahlen bei der konstituierenden Sitzung hatten folgendes Ergebnis: Vorsitzende: Regina Röther, stellvertretende Vorsitzende: Martina Horak-Werz, Rechnerin: Susanne Brauch, Schriftführer: Steffen Wiedemann, Beisitzende: Gabriele Bender, Dieter Heraucourt und Dr. Markus Spitz, Rechnungsprüfung: Günter Brauch und Susanne Weismann. Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden, die eine schriftliche Beitrittserklärung beim Vorstand abgibt und sich damit zur Beitragszahlung verpflichtet. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt mindestens 20 Euro. Der Kirchbauverein freut sich über Spenden und über neue Mitglieder ebenso wie über Ideen und ehrenamtliches Engagement rund um Aktionen, die dem guten Zweck dienen. Dabei möchten wir auch gerne Ex-Gommersheimer und -Gommersheimerinnen erreichen, die zwar außerhalb wohnen, sich ihrer Heimat aber immer noch verbunden fühlen. Unter der Regie des sich in Gründung befindenden Kirchbauvereins fand am 15. April eine Lesung mit Musik und am 1. Mai die Einweihungsfeierlichkeit zur Ernennung der Gommersheimer Kirche als erste Radwegekirche der Pfalz statt. Der Kirchbauverein wird über weitere Aktionen auf dem Laufenden halten und freut sich über Fragen und Kommentare.
Text: Dr. Steffen Wiedemann

Über die Kirche Gommersheim

Die Gommersheimer Kirche gilt als das älteste Zeugnis kirchlicher Bautätigkeit in den Gäugemeinden des Landkreises Südliche Weinstraße. Die „Pfarrkirche s. Martini ep.“ wird zwar erst 1483 aus Flurbezeichnungen belegt. Das Martinspatrozinium der Kirche lässt jedoch auf eine frühe königliche Gründung schließen. Gommersheim war ein reichslehenbares Dorf und die Frankenkönige weihten ihre Kirchen häufig dem heiligen Martin von Tours. Ein weiterer Beleg für das hohe Alter der Gommersheimer Kirche dürfte sein, dass die Altdorfer Pfarrkirche, erstmals 1385 erwähnt, ursprünglich eine Filiale der Gommersheimer Kirche war. Die erste Kirche in Gommersheim war wahrscheinlich aus Holz gebaut und hatte ihren Standort weiter westlich als die jetzige Kirche. Im 12. Jahrhundert wurde auf dem heutigen Kirchplatz eine neue Kirche gebaut, von der heute noch die beiden unteren Geschosse des romanische Turms vorhanden sind.

Über der Mittelsäule des romanischen Ostfensters der ehemaligen Glockenstube befindet sich ein Konsolstein mit einem Männerkopf, der vielleicht den Baumeister oder Steinmetz darstellen könnte. An der Nordseite des Turmes befindet sich ebenfalls ein steinerner Männerkopf, der leider hinter der Kirchturmuhr versteckt ist. Im 15./16. Jahrhundert wurde der Turm um ein Geschoss erhöht, was an den großen spitzbogigen Schallfenstern und dem schlanken achtseitigen Spitzhelm zu erkennen ist. Ein Förderer der Reformation ließ damals die Kirche und das Pfarrhaus instand setzen.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche zu klein.

Deshalb wurde anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Augsburger Konfession im Jahr 1730 an gleicher Stelle eine neue, größere Kirche errichtet. Nur der Turm blieb stehen. Die Kosten für den Kirchenneubau übernahm zu einem großen Teil der Graf Christoph Martin von Degenfeld-Schonburg, der als Zehntherr am Schiff der Kirche baupflichtig war. Für den Turm war schon damals die politische Gemeinde zuständig. Die Baukosten für das Chor mussten aus dem Kirchenvermögen bestritten werden. Das schlichte äußere Bild der Kirche wird durch die großen, rundbogigen Fenster und das hohe Satteldach bestimmt. Lediglich der fünfseitig gebrochene Schluss der Ostseite erinnert noch an die gotische Baukunst. Schmuckformen, wie das rundbogige Portal und die mit Blattwerk und Früchten verzierten Bogenzwickel und Schlussstein, wurden nur am nördlichen Haupteingang angebracht. Auch die Türblätter sind mit Lorbeerblättern, Blattwedeln und gebrochenen Verschnörkelungen verziert. Bei der Grundsteinlegung wurden unter dem Altar ein Exemplar der Augsburger Konfession, ein Katechismusbuch und zwei Flaschen Wein eingemauert. Im Laufe des 19. Jahrhundert wurden die Fenster erneuert und kleinere Schönheitsreparaturen durchgeführt. Eine Renovierungsaktion größeren Stils erfolgte erst wieder in den Jahren 1929/1930 zum 200jährigen Bestehen.

Um die Kirche herum entstand ein Ehrenfriedhof.

1979 erhielt die Kirche eine neue Mühleisen-Orgel, wobei der Orgelprospekt von 1858 wiederverwendet wurde, da es sich dabei um sehr gutes Eichenholz handelte, das in der Pfalz einmalig war. An der westlichen Rückseite der Kirche wurde 1980 ein gotischer Bogen aus Buntsandstein freigelegt, der in das romanische Untergeschoss des Turmes führt. Das neue Turmstübchen sieht nicht nur gut aus, es verleiht der Kirche auch optisch mehr Tiefe. Der alte, aus Backsteinen gemauerte Altar wurde durch einen neuen Altar aus Eichenholz ersetzt. Einzig die Kanzel und die Stützen der Empore sind noch Zeugnisse von der ursprünglichen Inneneinrichtung der Kirche.

Text-Quelle: www.evgommersheim.de

Kontakt

Protestantischer Kirchbauverein Gommersheim
Sitz des Vereins:
Kirchstraße 1
67377 Gommersheim
Tel. 06327 3213

1. Vorsitzende : Regina Röther
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV: Dr. Markus Spitz

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